Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen

SPD Schleswig-Holstein

25. November 2016

Presse
PM zum 25.11.

Nein zu Gewalt an Frauen!

Der 25. November ist der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen.

Gewalt an Frauen ist auch heute noch ein Problem. Ein Drittel der Frauen über 14 Jahre erlebt körperliche und/oder sexualisierte Gewalt – ganz unabhängig von sozialem Status oder Herkunft. Bei drei geöffneten Kassen im Supermarkt, hat statistisch eine der Kassiererinnen Erfahrungen mit Gewalt gemacht.

Oft übersehen wird Gewalt, wenn sie in vermeintlich geschützten Räumen stattfindet: In der Partnerschaft oder Familie. Erst wenn es zu einer grausamen Tat wie vor wenigen Tagen in Hameln kommt, scheinen alle aufzuwachen – wie bei der Tat eines Mannes, der seine Ex-Partnerin mehrere hundert Meter hinter seinem Auto herschleifte. „Dabei ist jede fünfte Frau, also 20%, im Laufe ihres Lebens von Gewalt in der Partnerschaft betroffen.“ stellt Cornelia Östreich, Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF) fest. Die meisten dieser Fälle kämen aber nie zur Anzeige.

Solange es dieses Problem in unserer Gesellschaft gebe, müsse man dafür sorgen, dass Betroffene Zugang zu passenden Hilfsangeboten finden. Nur mit Unterstützung können viele ihr Schweigen brechen, ergänzt Ralf Stegner, Landes- und Fraktionsvorsitzender der SPD Schleswig-Holstein. „Die Kürzungen der letzten schwarz-gelben Landesregierung für Frauenfacheinrichtungen haben wir deshalb auch direkt nach der Wahl zurückgenommen. Gewalt gegen Frauen ist kein Kavaliersdelikt. Sie hat viele hässliche Gesichter und viel zu oft wird bisher bei der juristischen Aufarbeitung das Tatgeschehen verharmlost. In der Bundespolitik haben wir dank Justizminister Heiko Maas einen großen Schritt in Richtung bessere Strafverfolgung getan. Jetzt gilt es auch ein gesellschaftliches und mediales Umfeld zu schaffen, dass sich konsequent gegen Gewalt an Frauen positioniert und sie nicht als Bagatelle abschreibt.“

Gerade, um Frauen zu ermöglichen, das Schweigen zu brechen und Gewalt anzuzeigen, müsse sich das gesellschaftliche Klima ändern, sind sich Stegner und Östreich einig: „Gewalt hat viele Gesichter. Das muss nicht immer ein körperlicher Übergriff sein; auch Stalking, sexistische Sprüche oder Mobbing gehören dazu.“ Auch wenn sich die Gesetzeslage für Frauen in dieser Hinsicht bereits verbessert hat, ist es nach wie vor ein gesamtgesellschaftliches Problem.

 

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